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Freie Schule Rheinklang
Fürstenbergstr. 1a
D 78315 Radolfzell
Tel: 07732-9433174

Das Wesentliche

Die Schulordnung

Wir sind eine freie Schule für freie Menschen.
Die Freiheit jedes Einzelnen endet da, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Wer die Freiheit des Anderen respektiert, der verletzt, gefährdet oder kränkt ihn nicht. Dies resultiert aus der goldenen Regel der praktischen Ethik, die fordert: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst“, oder auch dem biblischen Grundsatz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Wer die Freiheit des Anderen respektiert, der respektiert den Anderen auch in seiner Einzigartigkeit und Würde.
Wir wollen uns bemühen, dieser Einsicht zu folgen, und wir werden es vielleicht nicht immer schaffen. Sollten wir sie vergessen, wollen wir uns gegenseitig daran erinnern. Sollten wir ihr zuwider handeln, wollen wir uns gegenseitig dazu ermahnen. Sollten wir ihr nicht folgen können, wollen wir dazulernen. Und sollte uns der Wille fehlen, sie zu befolgen, werden wir die Schule verlassen.
Diese Schulordnung enthält keine Verbote und keine Ahndungen. Sie fordert viel mehr. Sie fordert unser ganzes Selbst, unseren Willen, unsere Bereitschaft, unsere Ehrlichkeit. Wollen wir den Anderen in seiner Freiheit und Einzigartigkeit respektieren? Sind wir bereit, selbst die Konsequenzen zu ziehen, wenn wir nicht bereit sind, ihn zu respektieren? Eine Entscheidung, die bereits vor Eintritt in unsere Schule überlegt sein will.
Was tun wir, wenn ein Mitglied unserer Schule nicht zu dieser Ehrlichkeit bereit ist? Wir haben beschlossen, für diesen Fall Regeln aufzustellen, die jedem die Möglichkeit geben, seine Einstellung und sein Handeln zu überdenken. Wenn die Freiheit der Anderen verletzt wird und sich durch Gespräche keine Einsicht oder Besserung abzeichnet, erteilen wir eine schriftliche Verwarnung. Mit der dritten schriftlichen Verwarnung erfolgt eine erste Abmahnung, jede weitere Verwarnung ist gleichbedeutend mit einer weiteren Abmahnung und nach der dritten Abmahnung wird über einen Schulausschluss nachgedacht. Die Verwarnungen können nach einem halben Kalenderjahr verfallen, wenn keine weitere Verwarnung erfolgt. Die Abmahnungen verfallen nicht. 







Pädagogisches Konzept
 
Das Konzept der Freien Schule R(h)einklang beruht auf dem Waldorflehrplan, „Pädagogischer Auftrag und Unterrichtsziele – vom Lehrplan der Waldorfschulen.“ ( Richter)
Grundlage ist der Waldorflehrplan mit Epochen, die nach den Gesichtspunkten der Entwicklung des Kindes gegliedert sind. Diese etwa zweistündige
 Unterrichtseinheit erlaubt eine gründliche Einarbeitung in einen Unterrichtsstoff. Im Vordergrund steht im Sinne des exemplarischen Lernens eine qualitative Erarbeitung eines Themas und nicht eine quantitative. Die im Hauptunterricht stattfindende, kontinuierliche Beschäftigung mit einem Inhalt erlaubt eine Vielfalt von theoretischen, künstlerischen und praktischen Möglichkeiten der Themenverarbeitung.
In der Rheinklangschule wird in altersgemischten Gruppen nach dem WS-Lehrplan unterrichtet.
Die Gestaltung des Lehrplanes und des Stundenplanes versucht dem Bedürfnis des Schülers nach einem rhythmischen Ablauf des Schultages zu entsprechen. Theoretische, künstlerische und praktische Unterrichtsfächer werden nach Möglichkeit so kombiniert, dass der Ablauf der Unterrichtsarbeit einen Wechsel von ruhiger Betrachtung, Verarbeitung von Lernstoff, schöpferischer Tätigkeit und Bewegungsaktivitäten erlaubt. Die Unterrichtsgestaltung soll so sein, dass sie Lebensprozesse berücksichtigt und harmonisierend und gesundend auf die Schüler wirken kann. Dies wird auch beim methodischen Aufbau des Hauptunterrichts berücksichtigt.
Die Themen werden fächerübergreifend unterrichtet.
Für jede Gruppe ist ein Lehrer da.
Der Lehrer kann in freier, doch verantwortlicher Weise der aktuellen pädagogischen Situation oder der Zeitsituation entsprechend eine Auswahl der Unterrichtsinhalte treffen. Er kommt so dem Interesse und dem Lernwillen der Schüler entgegen. So geht die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers nicht an den Schülern vorbei, sondern sie ist ein lebendiger, sich wandelnder Prozess, der auch Rücksicht nimmt auf die jeweilige Lernsituation und Lernstimmung. Der Lehrer wird, den Herausforderungen der Zeit entsprechend, manchmal neue Inhalte den alten vorziehen und Eigeninitiative zeigen bei der Stoffauswahl, je nach den pädagogischen Erfordernissen. Der Lehrer erarbeitet die Themen mit den Schülern. Der erarbeitete Unterrichtsstoff wird von den Schülern in Epochenheften dokumentiert.
Die Methode, sich ein neues Wissen zu erarbeiten, ist in drei Schritte oder Phasen gegliedert: Wahrnehmen – Wiederholen und Verstehen – Beherrschen und Anwenden.
Das Einstudieren von Klassenspielen, das schauspielerische Üben und Improvisieren haben einen festen Platz in unserem Lehrplan.

Englisch, Mathematik, Deutsch, Naturwissenschaften, Handarbeit, Singen, Bewegung, Kunst und Schauspiel werden regelmäßig wöchentlich unterrichtet.

Geografie, Musik, freie, von den Schüler/innen gewünschte Themen, Naturthemen werden in Epochen unterrichtet, für die immer wieder andere Lehrer und (bei den freien Themen) Menschen mit Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet gefunden werden.
Durch die UN-Konvention über das Recht von Menschen mit Behinderungen (BRK) ist „Inklusion“ zu einem Schlüsselbegriff des Bildungswesens geworden. Die Staatenverpflichtung, eine „inklusives Bildungssystem zu schaffen, und jedem Kind mit Behinderung ‚ohne Diskriminierung‘ den Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu gewährleisten“ (Art.24 II BRK), wirkt sich bis in die tägliche Praxis des Lebens und Lernens in der Schule aus. Menschenwürde und Inklusion bilden eine untrennbare Einheit.
Die Rheinklangschule fühlt sich der Inklusion verpflichtet. 


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